Patientenkompetenz und Empowerment

Monday, 22 June 2009 - 9:00 am - 5:00 pm

Ulrike Heckl PhD and Jürgen Giesler PhD

Ausschließlich auf Deutsch / Only in German


Target Audience:

Klinische Psychologen, Psychiater, Sozialarbeiter, Seelsorger, Onkologen, Studenten der Medizin, Studenten der Psychologie, Ärzte in Ausbildung (im Fach der Psychiatrie, Onkologie). Der Workshop richtet sich auch an Wissenschafter aller Disziplinen, die an den Themen "gemeinsame Entscheidungsfindung", "Coping" und "Selbstwirksamkeit" interessiert sind.


Workshop Objectives:

  1. Die Teilnehmer werden mit den Konzepten der Patientenkompetenz und des Empowerment und den damit verbundenen Veränderungen in der heutigen Patientenrolle vertraut gemacht.
  2. Die Teilnehmer lernen, wie Patientenkompetenz und Empowerment in ein umfassendes Konzept der Salutogenese einzuordnen sind, das unter anderem personale Ressourcen wie z.B. Kohärenzgefühl, Optimismus, Resilienz und Selbstwirksamkeit thematisiert.
  3. Die Teilnehmer werden einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten gewinnen, wie Patientenkompetenz im individuellen Fall bestimmt werden kann.
  4. Die Teilnehmer werden verschiedene Strategien kennen lernen, mit deren Hilfe Patienten unterstützt werden können, ihre Kompetenzen in verschiedenen Bereichen der Krankheitsverarbeitung zu entwickeln und zu nutzen.

Workshop Description:

Dass im Kontext von Krebserkrankungen zunehmend häufiger von Patientenkompetenz und Empowerment gesprochen wird, reflektiert grundlegende Veränderungen der Patientenrolle im Kontext der modernen medizinischen Versorgung.

In Rahmend des Workshops wird ein Domänen-Modell der Patientenkompetenz vorgestellt. Auf dieser Grundlage wird ein tragfähiges gemeinsames Verständnis von Patientenkompetenz entwickelt. Vor diesem Hintergrund lassen sich dann verschiedene psychoonkologische Interventionen beschreiben, die Patienten helfen können, ihre Stärken und Ressourcen im Umgang mit der Krebserkrankung zu erkennen, weiterzuentwickeln und angemessen zu nutzen.

In 4 aufeinanderfolgenden Modulen werden die zentralen Fragen der Konzeptualisierung von Patientenkompetenz und Empowerment, der Möglichkeiten des diagnostischen Zugangs, der klinischen Implikationen und der möglichen psychoonkologischen Interventionen vorgestellt.
Dabei werden kurze Präsentationen durch die Workshopleiter, fallbezogene Arbeit und Gruppendiskussionen als Lehr- und Lernmethoden eingesetzt.